MUSEUMSPORTRAIT: „DER GÖRLITZER PARK (UNSERER TRÄUME)“

Die 9 Museumsdrucker*innen des ersten Projektdurchlaufs haben gemeinschaftlich die Buchseiten für die originalgrafischen Leporellos „Der Görlitzer Park unserer Träume“ gestaltet und im Siebdruckverfahren und an den historischen Pressen eigenständig gedruckt: Die Bücher entfalten sich über 4 m Länge und erzählen die persönliche Sicht der Kinder auf diesen kontroversen öffentlichen Ort ihres Lebensumfelds.

Der erste Teil des Buches ist der Natur und den Tieren des Kinderbauernhofs gewidmet, denn alle sind sich einig, dass dies der schönste Ort des Parkes ist.

Im Textteil des Buches berichten die Kinder von ihren eigenen Erfahrungen im Park: Henning fährt im Winter mit dem Schlitten durch die große Kuhle, Dilan geht lieber im Sommer mit der Familie grillen, Nana findet den Kinderkarneval den besten Moment im Park und Jordi meint, die Spielplätze im Park sind zu sehr heruntergekommen. Natürlich sind auch immer wieder die Drogendealer Thema und Rosa fasst es so zusammen:  „Es könnte ein voll schöner Park sein, aber er ist halt nicht so gepflegt.“ Die dazugehörigen Selbstportraits entstanden in Monotypie.

Fotografien der Parkbesucher*innen und kurze Beobachtungsnotizen waren die Grundlage dieser Seiten. Man liest dort z. B. :“ Ein alter Mann um die 30. Er trägt eine schwarze Hose und zieht gelangweilt einen Wagen hinter sich her.“ – oder: „Der Mann ist schon 70 und hat eine Bluse mit Blumen an. Er sammelt Pfandflaschen in ein Lastenrad. Sein Gesichtsausdruck ist gelangweilt.“ Beobachtung ist eben subjektiv.

Mitgearbeitet an „Der Görlitzer Park unserer Träume“ haben: Alibina, Dilan, Henning, Jordi, Leon, Nana, Rubin, Rosa und Samwel.